Buchtrailer

Worum es bei meinem Debütroman geht, erfährtst Du in diesem kurzen Video.

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Die Tote von Anglona

Mein Debütroman startet im Santuario di Santa Maria Regina di Anglona. Achim Crocco findet hier eine Tote und taucht beim Versuch mehr herauszufinden in die eigene Familiengeschichte ein. 
Achims Vater wanderte nach Deutschland aus, heiratete eine Deutsche und reiste nie mit seiner kleinen Familie in die Basilikata.
Erst nach dem Tod seines Vaters entdeckt Achim eine Welt, die ganz anders ist, als sein Vater erzählt hat. Eine Mischung aus Enttäuschung, Wut und Neugier treibt ihn an, mehr über seine Wurzeln zu erfahren.

Rezensionen

Manuela Hahn (Lesenswertes aus dem Bücherhaus) hat heute eine Rezension zur Toten von Anglona veröffentlicht. Herzlichen Dank für die 5 von 5 Sterne.
3. Juni 2025

Martin Skerhut aus München (Martins Buchgelaber) hat heute eine Rezension zur Toten von Anglona veröffentlicht. Herzlichen Dank für die 4 von 5 Sterne.
16. April 2025

Die Italien-Spezialistin Petra Schwarz (Buecherrezensionen.org) hat heute eine Rezension zur Toten von Anglona veröffentlicht. Herzlichen Dank für die 4 von 5 Sterne.
29. Januar 2025

Die Literaturbloggerin Annette Lunau (Die Rezensentin) hat heute eine Rezension zur Toten von Anglona veröffentlicht. Herzlichen Dank für die 4 von 5 Sterne.
7. November 2024

Literatur und Basilicata

 

Wenige Autoren aus der Basilicata sind in Deutsch übersetzt worden. In Englisch oder Französisch sind es mehr. Wieso?

Auf Instagram und Facebook stelle ich die Bücher vor. Folge mir!

15. Oktober 2024

Wanderung auf Achims Spuren

Vom 3. bis 11. August wanderte ich auf den Spuren von Achim Crocco. Die Beiträge siehst Du auf Instagram und Facebook. Folge mir!


"Die Tote von Anglona" ist im  BoD - Books on Demand Verlag erschienen

Das Buch findet man in jeder Buchhandlung oder auch im Onlineshop des Verlags und ist auch als e-Book erhältlich.

12. August 2024

Leseprobe 1 (so beginnt der Roman) 

Als er näher trat, wurde Achim klar, dass die Frau tot war. Er blieb wie versteinert stehen, sein Atem stockte. Er hatte sie bereits bemerkt, als er die Kirche betreten hatte. Sie hatte nicht reagiert, trotz des lauten Quietschens der Tür. Er hatte angenommen, sie sei im Gebet versunken. Nachdem er die Türe behutsam geschlossen hatte, damit sie nicht knallend ins Schloss zurückfiel, hatte er möglichst geräuschlos begonnen, von hinten nach vorn die Kirche zu besuchen. Er betrachtete sie mit dem Blick, den er jahrzehntelang als Historiker geschärft hatte, und vergaß dabei die Zeit. Aus beruflichen Gründen war er an die schweren Ölbilder der toskanischen Kirchen gewohnt, die Erfahrung im Umgang mit Fresken aus dem 11. und 12. Jahrhundert fehlte ihm. Er wusste, dass die rote Farbe damals nicht mit Vorliebe benutzt wurde, sondern dass sie lediglich weniger schnell verblasste als andere Farben. Die Fresken der Kirche enthielten sehr viel Rot, ein Zeichen, dass sie seit langer Zeit unverändert und nicht renoviert waren. Seine schwarze Schutzmaske hatte er erst aufgesetzt, als er sich der Frau bis auf wenige Meter genähert hatte.
Sie saß in der siebten Reihe, den Blick nach vorne zur Madonna gerichtet. Sie war alt, mindestens achtzigjährig, klein, drahtig und runzelig wie viele alte Frauen in der Gegend. Der kleine Körper war von Kopf bis Fuß in Schwarz gekleidet. Ihre hellblaue Schutzmaske hatte sie neben sich auf die Bank gelegt, griffbereit. Achim fielen zwei dünne helle Linien auf ihren Wangen voller Falten auf, die von den Augen bis zum Kinn reichten, wo sie abrupt endeten – sie hatte geweint. Er nahm an, dass sie noch nicht lange tot war. Achim atmete schwer und bekam einen Schweißausbruch. Er riss sich die Schutzmaske so heftig vom Gesicht, dass sie sich teilte. «Nichts anrühren!» war sein erster Gedanke. «Ich muss jemanden benachrichtigen», dachte er als Zweites. Er griff zu seinem Handy, überlegte, welche Nummer er anrufen musste, und entfernte sich dabei von der Toten. In ihrer Nähe zu telefonieren, fand er unpassend.

Leseprobe 2 (Gespräch zwischen Achim und seinem Freund Nicolò über die Auswanderung) 

Nicolò nahm das Foto in die Hand und sah es lange an. Er wirkte, als ob er in die Vergangenheit eintauchen würde. Bevor er zu sprechen begann, hob er den Kopf und gab Achim das Foto zurück. «Wieso diese vier sich so entschieden haben oder wieso dein Vater ausgewandert ist, kann ich nicht sagen. Ich kann dir aber erzählen, wie es dazu kam, dass ich ausgewandert bin und mein Bruder, Marios Vater, geblieben ist», meinte er und schaute Achim aufmerksam in die Augen. Da Achim zustimmend nickte, fuhr er fort: «An sich sind nur zwei Fragen ausschlaggebend. Das mag seltsam klingen, aber so ist es. Die erste Frage war, ob man eine Perspektive fürs Bleiben hatte. Mein Bruder war bereit, den Hof des Vaters zu übernehmen, ich hingegen habe einen Beruf gelernt, der keine Aussichten auf genügend Einkommen für ein sorgloses Leben gab. Früher hat man ein gutes Paar Schuhe fürs Leben gekauft und dieses mit der Zeit ausbessern lassen. Mit der Massenproduktion sind günstige Schuhe auf den Markt gekommen, die die kleinen Budgets der Familien weniger belastet haben. Als Schuhmacher hätte ich hier nicht überleben können, im Gegensatz zu meinem Bruder, der dank dem Hof eine Existenz hatte.»
Nicolò trank seinen Espresso aus. Wie Achim hatte er auf Zucker verzichtet und den Kaffee schwarz getrunken. «Die zweite entscheidende Frage stellte sich nur denjenigen, die auswanderten, nämlich wo eine bessere Zukunft möglich war. Die besten Chancen auf Erfolg hatten Orte, wo man Beziehungen hatte, also Bekannte, die einem Arbeit beschaffen konnten. Ich habe einen Schuhmacher gekannt, der nach Florenz ausgewandert war, also habe ich den gefragt, ob es Möglichkeiten gebe, als Schuhmacher in Florenz zu leben. So ist es dann gekommen.»

Hörprobe

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