Wo der Absatz und die Fussspitze des italienischen Stiefels zusammenkommen, liegt die Basilicata. Obwohl an zwei Meeren gelegen, dem ionischen und dem tyrrhenischen, besteht die Region primär aus Gebirge. Potenza ist die höchstgelegene Regionhauptstadt Italiens.
Die Region heisst Basilicata, aber die Einwohner nennen sich Lukaner. So hiess ein Volk, das den grössten Teil der Region bevölkerte bevor sie vom Römischen Reich einverleibt wurde. Immer wieder eroberten fremde Herren die Region, sie blieben nie besonders lang.
Spuren der indigenen und der fremden Völker findet man überall, sie wurden nicht entfernt, sondern integriert. Die kulturelle Vielfalt ist Teil der Identität dieser Region.
Die Geschichte der Basilicata ist vielschichtig. In der Kulturhauptstadt 2019 Matera wurden Spuren menschlicher Siedlungen gefunden, die 7000 Jahre alt sind. Matera ist damit eine der ältesten stets bewohnten Städte der Welt.
Spuren der früheren Bewohner, Indigene wie fremde Herrscher, findet man überall. Diese Vielschichtigkeit ist einmalig.
Rund 40% der Bevölkerung lebt in den zehn grössten Ortschaften, der Rest ist auf zum Teil sehr kleine Dörfer verteilt. Auf dem Bild ist Cancellara zu sehen. Genau! Cancellara wie der ehemalige Radprofi aus der Schweiz. Sein Vater ist ebenfalls aus der Basilicata ausgewandert.
Die Energie ist die grosse Herausforderung der Basilicata. Die Region produziert ein Siebtel der Windenergie Italiens, die Solarenergie wird immer bedeutender, die Wasserkraft ist es schon lange und die Basilicata hat die grössten Erdölreserven auf dem Europäischen Festland nach Russland.